Kunst im Schaufenster

Künstler in Taunusstein

Erste Ausstellung 2008

Uns hat es sehr viel Spass und Freude gemacht diese Ausstellung zu planen und zu organiesieren.
Rita Adam und Beate Thomaß

Bilder von unserer ersten Vernisage

Bilderserie 1
Bilderserie 2
Bilderserie 3
Bilderserie 4
Bilderserie 5
Museumsgästebuch

Presse: Wiesbadner Kurier vom 01.09.2008

Vernissage, die den Rahmen sprengt

Taunussteiner Künstler stellen in den Schaufenstern der heimischen Geschäfte und im Wehener Schloss aus.


Felicitas Dreessen vor einem ihrer in Wehen gezeigten Bilder.RMB/Kühner

"WEHEN " "Kunst in 28 Schaufenstern"

ist eine ungewöhnliche Attraktion für Taunusstein. Das bewies die hoch gelobte Vernissage. Sie lockte mehr als 300 begeisterte Besucher und damit weitaus mehr als jede andere Ausstellungseröffnung vor ihr ins Wehener Schloss.

Von Christine Dressler

Das gab es noch nie in Taunusstein: Bis Ende September stellen 26 Künstlerinnen und Künstler der Stadt ihre Werke in 28 Schaufenstern in Hahn, Bleidenstadt und Wehen aus. Das Spektrum reicht von Bildern mit unterschiedlichsten gegenständlichen und abstrakten Motiven in jeder denkbaren Technik und Fotografien über Reliefs, Skulpturen und Plastiken aus Holz, Stein, Metall, Ton- und Keramik bis hin zu Papier- und Glasobjekten. Außer dem Ort und der Bandbreite macht noch etwas die Schau zum bislang einzigartigen Ereignis: Sie präsentiert erstmals in Taunusstein überregional bekannte Künstler gemeinsam und unterschiedslos gleichberechtigt mit Hobbyisten. Dazu kommt, dass ihr Altersspektrum fast sechs Jahrzehnte umfasst.

Den Auftakt bildete die Vernissage im Wehener Schloss. Hier zeigte jeder Künstler bis gestern Abend ein für sein Schaffen typisches Exponat. Außer diesen an sich faszinierte die Besucher, dass sich ohne Vorwissen am Werk gar nicht feststellen ließ, ob es von einem jungen oder alten Menschen, Mann oder Frau, Profi oder Laien stammte. Der Begeisterung entsprechend ernten die Iniatiorinnen und Organisatorinnen der Ausnahmeschau, Rita Adam und Beate Thomaß, viel Lob und Dank. Thomaß heimste sogar doppelt Applaus ein: Sie sang im Neuhofer Chor "Chorleone", der die Eröffnung mit abwechslungsreichen Liedern begleitete.

"Das ist die erste Vernissage, die den Rahmen sprengt", staunte Bürgermeister Michael Hofnagel, als er die Menschenmasse vor dem Schloss überblickte. Alle Besucher auf einmal passten schlicht nicht in die Ausstellungsräume. Hofnagel betonte den hohen Stellenwert der Kunst in der Stadt mit Veranstaltungen wie "Taunusstein ist Kult!", offenen Ateliers oder dem Kunst-Handwerk-Markt Anfang August.

Thomaß und Adam betonten wiederum, dass erst die "Bereitschaft der Geschäftsleute, ihre Schaufenster vier Wochen lang mit uns zu teilen" und die Unterstützung Hofnagels und von Sponsoren wie der Kunst- und Kulturstiftung Taunusstein die Schau ermöglichte. Thomaß verriet auch, dass die ursprüngliche Idee von Adam stammte. Sie sprach Thomaß im Herbst 2007 an und bat sie um Hilfe. "Ich habe doch nur eine Idee aufgenommen, die es in vielen Städten wie Berlin und auch in Idstein schon seit 16 Jahren gibt", wiegelte Adam ab, gab aber zu: "Wir haben beide geackert." Da sie selbst vor allem in Frankfurt male, hätte sie vor Ort im Gegensatz zu Thomaß kaum Künstler gekannt. Die Glaskünstlerin hatte Kontakt zu mehreren Objektkünstlern und die gewannen mit den Organisatorinnen im Schneeballsystem immer mehr Mitstreiter aus allen Stadtteilen.

Aber die Geschäftsleute in den drei Einkaufszentren von dem Projekt zu überzeugen "war Pionierarbeit". Um so mehr freute Adam, dass von 50 Geschäften, in denen sie vorsprach, 28 mitmachten. In ihnen liegen auch Flyer aus, die über alle Künstler und darüber, was wo zu sehen ist, informieren.